Fußball ohne Sommerpause: Wann wird es zu viel?

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Am 19. Juli um 0:03 Uhr stand mit Spanien der neue Fußballweltmeister fest. Nicht einmal drei Wochen später, am 7. August um 20:30 Uhr, findet schon das Eröffnungsspiel der 2. Fußball-Bundesliga zwischen dem VfL Bochum und Hertha BSC statt. Viel Zeit für Urlaub bleibt da nicht in einem Kalender, der immer mehr dazu neigt, aus allen Nähten zu platzen.

Jedes Jahr im Sommer ein Fußball-Großereignis? Zum Glück noch nicht. Aber die letzten zwei Jahre boten kaum eine Verschnaufpause für Spieler und Fans: durch die Club-WM im letzten Jahr und die aufgeblähte Fußball-Weltmeisterschaft in diesem Jahr.

Wenn man sich denkt: Ach, drei Wochen Urlaub sind doch Zeit genug. Ja, wenn es denn wirklich drei Wochen wären. Aber man möchte sich ja auch anständig auf die neue Saison vorbereiten. Mit der Sommervorbereitung bleibt da nicht mehr viel Zeit für Urlaub, da spätestens am Wochenende des 23. und 24. August wieder alle deutschen Teams im Einsatz sein werden. Die 1. Runde des DFB-Pokals steht traditionell noch vor dem Bundesliga-Start an. Die 2. Liga wird bis dahin schon zwei Spieltage abgefrühstückt haben.

Die Gefahr der Überlastung der Spieler wird von den Entscheidungsträgern im Fußball nicht ausreichend ernst genommen. Es könnte ja sein, dass Gewinne kleiner werden oder verloren gehen. Doch die Gefahr besteht nicht nur bei den Spielern, sondern auch bei den Fans.

Jedes Wochenende wieder ein Spiel. Mit dem Europapokal quasi auch jede Woche eine englische Woche und dazu jedes Jahr ein Fußball-Großereignis im Sommer. Braucht das Fan-Herz nicht auch mal eine Pause vom Fußball, um überhaupt wieder Vorfreude auf die neue Saison entwickeln zu können?

Wenn jede Woche große Spiele stattfinden, verlieren genau diese Spiele irgendwann ihren besonderen Reiz. Sie nehmen dem Fan die „once in a lifetime“-Momente, die den Fußball am Ende so besonders machen. Das war ja auch eines der Argumente der Kritiker an der einst angedachten Super League.

Es geht immer weniger um das Spiel und die Spieler, sondern vielmehr ums Geld. Das musste uns nicht erst Infantino mit seinen abstrusen Investorenplänen klarmachen.

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